Gesundheit in Laos erlebe-laos hat sich bemüht, die Korrektheit der folgenden Informationen über Gesundheit so gut wie möglich zu garantieren. Dieser Text wurde u.a. von einer sachverständigen Instanz geprüft und korrigiert. Wir raten Ihnen, immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, die mit der Sachlage vertraut ist, um den aktuellen Stand der Dinge zu erfahren. Da Laos ein tropisches Land ist, ist das Risiko zu erkranken hier größer als zu Hause. Es gibt mehr Bakterien in einem tropischen Klima. Die feuchte Wärme ist ein guter Nährboden für Krankheitserreger. Obwohl man das Risiko zu erkranken nicht übertreiben sollte, und es Ihnen bestimmt den Genuss der Reise nicht verderben sollte, ist es empfehlenswert, sich gut vorzubereiten und auch vor Ort bewusst mit den Gesundheitsrisiken umzugehen. Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise Gesundheit vor Ort Gesundheitsmaßnahmen nach der Heimkehr
Gesundheitsmaßnahmen vor dem Start Ihrer Laos Individualreise Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentverordnung bestätigt wird. Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen, oder eine extra Brille bzw. ein Paar Kontaktlinsen. Sorgen Sie dafür, dass Sie vor Ihrer Reise Kontakt aufnehmen mit einer kompetenten medizinischen Stelle aufnehmen, wie einem Krankenhaus oder in größeren Städten das Gesundheitsamt. Eine Last-Minute-Reise nach Laos ist für einen gesunden Menschen kein Problem. Nehmen Sie auf jeden Fall immer Ihr Impfbuch mit, wenn Sie eins haben. Natürlich ist es besser, die Impfungen schon lange im Voraus zu regeln. Dabei ist wichtig, dass die Einrichtung, an die Sie sich wenden (z. B. Tropeninstitut, Hausarzt oder Krankenhaus), anerkannt ist. Wir nennen einige Instanzen, an die Sie sich wenden können:
Informative Webseiten: Institut für Tropenmedizin Berlin, www.charite.de/tropenmedizin Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter http://www.fit-for-travel.de/index.jsp Die Preise der Impfungen können unterschiedlich sein; es lohnt sich, sich erst zu erkundigen. Nachstehend geben wir Ihnen bündige Informationen über oft vorkommende Krankheiten, die sich auf den gesunden, nicht-schwangeren Reisenden, der nicht länger als 1 Monat in Laos bleibt, richten. Stellen Sie selber sicher, dass Sie aktuelle Informationen für Ihre eigene Situation erhalten. Malaria Malaria kommt das ganze Jahr über in Laos vor, insbesondere außerhalb der großen Städte. Daher ist es wirklich wichtig, risikobeschränkende Maßnahmen zu treffen und eine Malariaprophylaxe einzunehmen. Risikobeschänkende Maßnahmen: Abends Arme, Beine und Füße bedecken, ein Mückenmittel mit DEET und ein Mückennetz benutzen, das Sie eventuell mit einem mückentötenden Mittel imprägnieren können. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie etwas dabei haben, um das Mückennetz aufzuhängen, zum Beispiel ein Tau und einen Haken oder Korkenzieher (Schweizer Taschenmesser). Die Art der Prophylaxe hängt ab von der Dauer Ihres Aufenthalts, Ihrem persönlichen medizinischen Hintergrund und dem Gebiet, in das Sie reisen möchten. Eine Prophylaxe-Empfehlung ist immer persönlich. Wir raten Ihnen, sich von einer der erwähnten medizinischen Instanzen hierüber aufklären zu lassen. In Deutschland wird normalerweise Lariam als Prophylaxe empfohlen. Das ist ein relativ starkes Mittel. Daher ist es empfehlenswert, dieses Mittel mindestens 4 Wochen vor Reiseantritt einzunehmen, um sicher zu sein, dass keine Nebenerscheinungen auftreten. Weil dieses Medikament so stark ist, und wegen der Tatsache, dass in vielen Gebieten kein großes Malaria-Risiko besteht, gibt es Reisende, die völlig auf eine Prophylaxe verzichten. Diese Entscheidung sollte jeder Reisende selber nach Rücksprache mit einer kompetenten medizinischen Instanz nehmen. Als neueres Medikament hat sich Malerone herausgestellt. Infos zu den Unterschieden bekommen Sie bei den medizinischen Stellen. Dengue-Fieber und Japanische B-Encephalitis Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Hier können Sie also dieselben Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Es gibt keinen Impfschutz gegen Dengue-Fieber. Gegen die Japanische B-Encephalitis gibt es allerdings einen Impfschutz. Diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Asien reisen wollen. Laos Imfpung: DTP: Diphtherie, Tetanus und Polio. Diese werden bei Reisen außerhalb Europas beinahe überall empfohlen, der Impfschutz hält 10 Jahre. Hepatitis A: Sie können sich für eine kurze oder längere Schutzdauer entscheiden, die Letztere beträgt 10 Jahre. Bauchtyphus: Wird von einigen Stellen empfohlen bei einem Aufenthalt von mehr als 2 Wochen in Laos. Der Impfschutz hält 3 Jahre.
Gesundheit vor Ort Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie haben, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes. Jet lag Jetlag ist das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, u.a. des Schlaf-Wach-Rythmuss, das durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Biorhythmus gewöhnen, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen. Tipps zur Überwindung des Jetlags: Es ist ratsam, im Flugzeug wenig Kaffee oder Alkohol zu trinken und nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zuviel von sich zu verlangen. Weiterhin ist es empfehlenswert, sich so schnell wie möglich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen, meistens schlafen wir nach der Ankunft ein paar Stunden und bleiben dann bis zur (Kinder)-Schlafenszeit wach. Falls Sie über Bangkok nach Laos reisen, empfehlen wir Ihnen nach dem langen Flug eine thailändische Massage. Ziehen Sie bequeme Kleidung an, die Massage findet mit Kleidung statt. Diarrhö Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung (besonders scharfes Essen) können Ihre Därme durcheinander bringen. Solange dies nur gepaart ist mit „dünner Entlastung“ ohne Nebenerscheinungen, können Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und dafür sorgen, dass Sie genug trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig. Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen (nicht geeignet für Kinder unter 2 Jahren). Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können, also z.B. wenn Sie reisen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf. Mit Hilfe von Labortests kann dann untersucht werden, ob es Grund zur Sorge gibt. Glücklicherweise sind die medizinischen Einrichtungen insbesondere in Bangkok im Allgemeinen sehr gut. Man ist hier allerdings eher geneigt, Antibiotika zu verabreichen als in Deutschland. Sie werden so zwar meistens Ihre Krankheit los, aber das kann andere Verdauungsprobleme mit sich bringen, da Ihre Darmflora vernichtet ist. Diarrhö vermeiden Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am ehesten vertrauenswürdig, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde. Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder gebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Hamburger sind (eigene Erfahrung) im Allgemeinen eher risikoreich als das Fleisch, das die lokale Bevölkerung isst. Gegen alle Erwartung ist es im Allgemeinen sicher, bei Straßenständen zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: Die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch, was der Hygiene zu Gute kommt. Achten Sie allerdings darauf, wie die Teller, Gläser und das Besteck abgewaschen werden. Oft gibt es kein fließendes Wasser und wird in einem Eimer gewaschen, der in der Sonne steht. In diesem Fall ist es schlauer, sich nach einer anderen Gaststätte umzuschauen. Auch Restaurants, bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber ist, sind anzuraten. Was die Straßenstände betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag ungekühlt gelegen. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola kann man beinahe überall kaufen, und Brühe und einen kleinen Spiralwasserkocher können Sie aus Deutschland mitnehmen. Bilharziose Beugen Sie einer Infektion vor, indem Sie nicht in stillstehenden Wasser schwimmen. Auch in dem südlichen Teil des Mekong Flusses sollten Sie lieber nicht schwimmen. Noch ein paar (semi-)medizinische Tipps Hautpflege Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf. Waschen oder desinfizieren Sie ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln. Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am Besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat). Insbesondere in der Trockensaison ist es möglich, einen Zeckenbiss zu bekommen (in den europäischen Wäldern ist die Chance größer). Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper, insbesondere die Kniekehlen und Leisten. Wenn Sie eine finden, betäuben Sie das Tier dann nicht mit Alkohol, sondern benutzen Sie lieber eine Zeckenzange (in deutschen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie zu einem Arzt vor Ort. Wenn nach dem Besuch eines Waldgebietes unerklärte (kreisförmige) Blutergüsse auftreten, sollten Sie sich an einen Arzt wenden. Sonnenstich Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen, und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie wenn möglich dort. Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor, auch in der Regenzeit. Die Sonne ist unglaublich stark am Äquator, auch wenn es bewölkt ist. Gesundheitsmaßnahmen nach der Heimkehr von Ihrer Laos Individualreise WICHTIG! Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann u. U. Monate später sein) Fieber, Darmkoliken oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Laos waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt mit den Einheimischen hatten, ist es vernünftig, einen Mantoux-Test machen zu lassen (TBC). Klicken Sie hier, um zur Hauptseite von erlebe-laos zurückzukehren |